Vielseitigkeitsreiten (früher Military) besteht aus Elementen des Dressurreitens, des Springreitens und des Geländereitens. Dabei wird immer die Dressurprüfung als Erste vollzogen, darauf folgen Geländeritt und Springparcours. Nach dem Geländeritt ist eine Verfassungsprüfung des Pferdes vorgeschrieben, bei der das Tier auf gesundheitliche Schäden und Verletzungen untersucht wird, die es bei weiterer Teilnahme am Turnier gefährden könnten.
Die Prüfungen in den jeweiligen Teildisziplinen liegen unter denen der jeweiligen Einzelklassen. Beim Springen sind damit die Hindernisse niedriger (maximal 1,25 Meter hoch) und die Hindernisse nicht so dicht aufeinander, bei der Dressur werden leichtere Übungen ausgeführt.
Die Schwierigkeit beim Vielseitigkeitsreiten liegt viel eher in der Vielfalt der geforderten Fähigkeiten sowie auch im speziellen Aufbau der Prüfungen. So sind die Hindernisse beim Geländeritt Naturhindernisse, die entweder sehr reizüberflutet sein können (viele bunte Blumen) oder sich optisch sehr der Umgebung anpassen (Baumstämme) und damit während des Ritts viel Mut bzw. Aufmerksamkeit vom Tier abverlangen.